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Thema mit vielen Antworten

Wieder auswandern nach Neuseeland


Autor
Nachricht
Verfasst am: 20. 01. 2018 [02:25]
Taimana
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 508
"vertex-3" schrieb:

mindestens 1 mal alle zwei Jahren würden wir auch nach D zu Besuch fliegen. Natürlich mit Kindern ein Betrag den man ansparen muss


Richtig - und genau da liegt das Problem.
Ich will nicht allzusehr schwarz malen und weiss natuerlich nicht, wieviel Geld ihr mitbringt. Aber gerage in der Anfangszeit gibt man doch sehr viel aus. NZ wird immer teurer, gerade wenn man den Vergleich mit Deutschland hat.
Ihr werdet schon sehr hart sparen muessen, um alle 2 Jahre nach Deutschland fliegen zu koennen. Und ich gehe dabei aus, dass ihr beide vollzeit arbeitet.

Denkt daran, dass ihr vielleicht icon_biggrin.gif ja auch etwas von Neuseeland sehen wollt.

Gruss,
Tai


Verfasst am: 19. 01. 2018 [17:19]
vertex-4
Dabei seit: 19.01.2018
Beiträge: 1
Hi

@kiwihorse wie lange seid ihr schon in d. Alles gute für die weitere entscheidung

@mathias das stimmt man hat seine eigene familie und muss selber entscheiden wo man zusammen glücklich ist. Aber natürlich fällt man die entscheidung auch im namen aller beteiligter. Seid ihr wieder in nz?

Grüsse

Felix
Verfasst am: 19. 01. 2018 [16:46]
kiwihorse
Dabei seit: 19.01.2018
Beiträge: 1
Hallo vertex,
um auf Dein Frage vom 14.01.2018 zu antworten. Ja, auch wir, meine Frau und ich waren nach NZ ausgewandert. Es ist bei uns eine etwas längere Geschichte....... Ich bin Handwerksmeister, dadurch erhielten wir 2002 unser Permit. Auch unsere Tochter wurde in NZ geboren im Jahr 2003. Aus privaten bzw. familieren Gründen ging es leider wieder zurück nach D. Schon seit Jahren lässt es uns keine Ruhe wieder in NZ zu leben. Meine Tochter hat bereits den Ersten Schritt getan, sie hat für Januar 2019 einen Platz auf einem College in NZ als Gastschülerin für ein Jahr....... Wenn es Ihr in NZ gefällt werden wir sehr warscheinlich nachkommen.

Grüße an alle Kiwi Fans
Verfasst am: 19. 01. 2018 [11:23]
Mathias H.
Dabei seit: 19.06.2011
Beiträge: 13
Ja, die Familie ist sehr wichtig. Jedoch gebe ich etwas zu bedenken: Für mich ist meine Familie meine Frau und unsere beiden kids. Und die sind wichtig und kommen an erster Stelle. Daher entscheide ich/wir wo wir vier glücklich sein wollen. Wenn das nun mal NZ ist, dann haben das die anderen Verwandten zu akzeptieren.

Kurz vor unserem ersten Versuch hatte ich solch ein Gespräch mit ein paar meiner älteren Verwandten (Großeltern und auch meinen eigenen Eltern) und habe ihnen folgendes gesagt: "Wenn alles seinen natürlichen Gang geht, werdet ihr vor mir gehen. Warum soll meine Familie hier bleiben, wo wir aber nicht sein wollen, und warten bis ihr eines Tages nicht mehr seid?" Klar klingt das hart und ist nicht schön, es ist aber die Realität. Hinzu kommt, dass im vergangenen Sommer mein Vater plötzlich schwer krank wurde und Ende November gestorben ist. icon_cry.gif Also hatte ich Recht.
Verfasst am: 17. 01. 2018 [20:53]
vertex-3
Dabei seit: 17.01.2018
Beiträge: 1
mindestens 1 mal alle zwei Jahren würden wir auch nach D zu Besuch fliegen. Natürlich mit Kindern ein Betrag den man ansparen muss

Gruß

Felix
Verfasst am: 16. 01. 2018 [22:48]
Taimana
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 508
Auswandern ist ein sehr persoenliche Sache.

Mir (1x ausgewandert, 23 Jahre her) z.B. fehlt meine Familie ueberhaupt nicht. Ich habe eher das Gefuehl, dass wir ueber die Distanz besser klar kommen.

Fuer mich sind es eher die kleinen Ereignisse, an denen ich nicht teilnehmen kann. Der 40te Geburtstag einer Freundin, die Einschulung meines Neffen, einen Freund in den Arm nehmen zu koennen, der gerade traurig ist, die Hochzeit der Tochter einer Freundin, .... und dass Freunde eben auch nicht zu solchen Ereignissen zu uns kommen. Da kommt keiner zu runden Geburtstagen, es gibt es von der Oma keine 5 Mark fuer eine 1 im Zeugnis mehr, oder kann die Kinder mal fuer eine Toche in die Ferien zu der Tante mit dem Bauernhof schicken, usw..

Ob man damit klar kommt, muss man eben selber wissen. Ich erfreue mich an dem was ich habe und gruebele nicht ueber das, was ich nicht haben kann.

Ich kenne nur eine Familie, die hierher, wieder zurueck nach D und dann wieder her gekommen ist. Sie sind inzwischen nirgends mehr richtig Zuhause und sparen wie wild fuer den jaehrlichen Urlaub nach Deutschland. Aber ihnen gefaellt das. Jedem das seine.

Viel Glueck bei Eurer Entscheidung. Wird nicht einfach. icon_smile.gif

Gruss,
Taimana

Verfasst am: 16. 01. 2018 [20:36]
vertex-2
Dabei seit: 16.01.2018
Beiträge: 1
Hi,

das mit der Familie ist natürlich der wichtigste Punkt. Natürlich sieht man wie glücklich die Kinder sind, wenn die Oma und Opa zu Besuch kommen. Daher wäre dieser Schritt wieder auszuwandern viel schwieriger als nur zu zweit(beim ersten mal) und muss sehr gut überlegt sein.

Wir würden auch nicht wieder gehen, weil es uns in Deutschland nicht gefällt. Das war auch der Fall als wir 2010 in den flieger gestiegen sind. Ich muss auch sagen, dass ich in den 6 Jahren in NZ eigentlich nichts negatives an unserer Wahlheimat auszusetzen hatte, ausser vielleicht der tägliche Stau...aber selber Schuld wenn man nach Auckland zieht icon_wink.gif. Ich fand es eigentlich sogar angenehm, dass nicht alles seine perfekte Ordnung hatte. Über die work-life balance brauchen wir denke ich nicht sprechen. Da ist Neuseeland fast unschlagbar.

Also um es kurz zu machen. An beiden Orten sind wir auf unterschiedliche Art glücklich. Die Frage ist, wo man sich am meisten "zu Hause" oder angekommen fühlt....für mich wäre es im Moment Neuseeland...ich habe mir jedesmal vorgestellt, wenn ich einen Pohutakawa gesehen habe, was für ein cooler Kletterbaum es für meine Kinder oder mich selber als Kind wäre icon_smile.gif

Grüße

Felix
Verfasst am: 16. 01. 2018 [11:24]
Mel4Mini
Dabei seit: 29.12.2017
Beiträge: 15
Hallo

Ich bin zwar nie nach NZ ausgewandert, aber der Gedanke lässt mich nie los. Jedes mal wenn ich in NZ bin, habe ich im tiefsten Herzen das Gefühl, dass es mein Zuhause ist. Ganz seltsam...

Aber den Schritt habe ich (noch) nie gewagt. Mir würde meine Familie zu fest fehlen... Dies war früher auch der Grund, wieso ich nicht ausgewandert bin.

Nun mit Kind noch mehr, da sie sicher auch ihre Grosseltern unglaublich vermissen würde. Ich finde das ist ein wichtiger Punkt für die Eltern. Die Kinder haben in NZ halt keine Grosseltern, Verwandten usw. Vor allem weil sie diese ja wegen euer Rückkehr nach D kennengelernt haben und sich sicher gewohnt sind diese regelmässig zu sehen.

Verstehe Euer "Dilemma" aber Familie ist schon sehr wichtig, oder?


Liebe Grüsse

Mel

Wer mit der Herde geht, kann nur Ärschen folgen... icon_wink.gif
Verfasst am: 15. 01. 2018 [22:32]
NatalieInvers
Dabei seit: 04.05.2015
Beiträge: 320
"vertex-1" schrieb:

Hi Und danke für eure Antworten,

kommt eben nicht oft vor, dass leute wieder ein zweites mal zurückgehen. Welches leben uns ewartet wissen wir ja schon icon_smile.gif und das war gut auszuhalten icon_wink.gif


Grüsse Felix


Hab jetzt auch nichts direkt was beizutragen, ja es kommt nicht so oft vor wie eine Auswanderung per se, aber wenn ich die letzten 2 1/2 Jahre Revue passieren lasse die ich an Neuseeland Foren und Facebook Gruppen teilnehme, dann kommt das Thema Rueck-Rueck Wanderung doch schon gelegentlich zur Sprache. Oft wird die Naehe zu den Grosseltern mit als Grund angefuehrt wenn mit in Neuseeland gegruendeter Famillie nach D rueckgewandert wird.
Ein Teil lebt sich gut im deutschen System ein, aber bei einigen macht sich Frustration ueber ...the German way of life sag ich mal breit, nach meiner Beobachtung besonders bei berufstaetigen Muettern. Wohlgemerkt das sind hier subjektive Eindruecke von mir aus Foren.

Ich kenne fluechtig eine Familie die nach ueber 20 Jahren NZ nach Berlin gegangen ist und von dort aus dank NZ citizenship weiter zur Gold Coast in Australien.

Ich kann dir an dieser Stelle nur alles Gute wuenschen dass du mit deiner Familie den Ort findest, der sich fuer euch richtig und am besten anfuehlt.

Liebe Gruesse
Natalie
Verfasst am: 15. 01. 2018 [21:06]
NZHomebrewer
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 4322
Sorry aber der BS level in deinem beitrag ist schon etwas hoch, oder?

"Joachim, Auckland" schrieb:

Es gab eigentlich nichts wegen dem ich unbedingt wieder nach NZ zurück wollte - kein Job, keine Beziehung, ein paar gute Freunde natürlich, aber die kommen auch ohne mich klar, und hier in Deutschland habe ich ja glücklicherweise doch auch noch welche icon_smile.gif

Es geht ja wohl nicht darum ob deine freunde mit oder ohne dich klar kommen. Vermissen tun sie dich, das kann ich aus eigener erfahrung sagen. Die punkte die du da auffuehrst sind ja wohl eher location unabhaengig.

"Joachim, Auckland" schrieb:

Und mittlerweile habe ich wieder einen Job hier, bin wieder angemeldet (mit dem kompletten deutschen Amtsschimmel-Programm: Steuer-ID, Sozialversicherung, Krankenkasse, Personalausweis, GEZ, usw usw), hatte mein erstes "richtiges" Weihnachten und Neujahr seit 15 Jahren, und finde es im Großen und Ganzen doch recht prima.


Fuer wie lange? Wenn du nicht mit dir selbst in einklang bist wirst du dich nirgends 100% wohlfuehlen. Da kommt mir eine text zeile einer Deutschen punk rock gruppe in erinnerung:
"Zuhause heißt - wenn dein Herz nicht mehr so schreit." von Feine Sahne Fischfilet.

"Joachim, Auckland" schrieb:

Allerdings stehe ich quasi immer noch mit einem Bein in Neuseeland, da mein kompletter Hausrat noch dort ist und ich in Auckland auch ein kleines Häuschen habe, das nun vermietet ist. Außerdem habe ich dort vermutlich mehr Rentenanspruch als in Deutschland, werde also möglicherweise auf meine alten Tage doch wieder nach NZ zurückgehen - oder auch schon früher, falls es mir hier doch wieder stinken sollte. Im Moment sieht es allerdings noch nicht danach aus.


Das ist was was ich noch nie verstanden habe. Ist das leben ein Investitionsplan? Nach dem motto "Eigentlich gefaellt es mir hier besser aber steuerrechtlich und finanziell macht es mehr sinn nach Neuseeland zu gehen".

"Joachim, Auckland" schrieb:

Aber es stimmt schon, ich denke auch viel an Neuseeland, an das Leben dort, und an die Leute. Aber es ist auch nicht immer und ausschließlich positiv...


Das ist es nirgends. Ich habe im moment wohl gerade die meiste scheisse in meinem leben die ich je hatte. Aber die idee dass ich nach Deutschland gehe und dann alles besser ist kam mir eigentlich nie in den sinn.

"Joachim, Auckland" schrieb:

Ich habe beschlossen, es auf mich zukommen zu lassen. Wer weiß schon was in zwei, fünf oder zehn Jahren sein wird?

Ich weiss das. Da wird das gleiche sein was heute bei dir ist. Ganz einfach. Was sich aendert sind unbedeutsame nebensachen.

Naja, zumindest schoen dass einer deiner "paar guten freunde" zumindest nun ueber diesen weg mal erfahren hat was in deinem leben los ist. Vielleicht ist der mangel an kommunikation ein teil des ganzen?

Cheers

Peter

Be Who you are and say what you feel,
because those who mind, don't matter
and those who matter, don't mind.
(Dr. Seuss)