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Thema ohne neue Antworten

Dronen in Neuseeland


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Nachricht
Verfasst am: 06. 02. 2018 [10:03]
lreuss2202
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 1902
Hallo Peter und Natalie,

hier in Deutschland sind die Vorschriften für Dronen fliegen zu lassen genausso restrikt. Aber hier dürfen sie nur 100 Meter hoch fliegen, In Wohngebieten nur auf Dachfirsthöhe und jede Privatsphäre mus berücksichtigt werden. Innenstädte, Flughäfen und alle öffendlichen Gebäude und Stätten. Aber auch hier gibt es viel Mitmenschen welche sich über die Regeln hinweg setzten. Das ist nicht schön. Auch die Strafen sind sehr hoch nur da weiss ich nicht wie hoch, will aber auch nichts falsches Schreiben. Die Versuchung ist natülich gross, aber jede Drone muss eine Kennzeichnung haben, woran man den Besitzer ermitteln kann. Es ist einfach nicht toll, wenn die Mitmenschen meinen sich über bestimmte Regeln hinweg setzten zu können. Aber das gibt es ja auch in anderen Bereichen, Autofahren, Einkaufen und so weiter. Aber ich wünsche euch trotzdem viel Freude dabei wenn ihr es betreibt.

Mit freundlichen Grüssen

Lothar aus dem kalten, ninusgeraden, heute bedeckt und winterlichen Frankfurt

Neuseelandbilder von 2005/6 unter:
http://www.flickr.com/gp/13314010@N07/Xde6ku
Verfasst am: 06. 02. 2018 [08:52]
SerenityHD
Dabei seit: 15.12.2015
Beiträge: 112
Vorletztes Wochenende in Christchurch im Botanischen Garten - wir schlendern durch den Park, plötzlich denke ich, dass da irgendwo ein Bienen- oder Wespennest ist! Es summt und brummt, ich bekomme richtig Angst!

Und dann sehe ich sie - eine kleine Drohne schwirrt relativ dicht über uns, verharrt, stößt runter, steigt dann wieder hoch, kreiselt über uns ... Mir wird richtig mulmig, denn das Ding scheint völlig außer Kontrolle zu sein und wir fühlen uns regelrecht attackiert.

Am Ende war es ein junger Asiate, der damit rumspielte.

Wenig später - es gab ein Konzert im Garten - ein wesentlich größeres Teil, das über den Menschen, die sich auf das Konzert freuten und herum saßen, herumsurrte und teilweise sekundenlang still stand. Etliche Leute flüchteten sich unter die Bäume - man will eben nicht immer und überall gefilmt werden!

Die Profis respektiere ich und bewundere auch oft die wahnsinnig tollen Aufnahmen, wie z.B die von Arthur. Aber in die Hand von Amateuren gehören diese Dinger nicht, zumindest nicht dort, wo Menschen sind! Oder auch Flugzeuge!
Und vor allem dann nicht, wenn jemand das Gerät ganz offensichtlich überhaupt nicht im Griff hat!


Reisen und Gedanken - https://fernwehheilen.wordpress.com/
Verfasst am: 06. 02. 2018 [07:34]
NatalieInvers
Dabei seit: 04.05.2015
Beiträge: 301
Ja, ist ein heisses Thema. Mein Mann ist kommerzieller drone pilot lizensiert nach 101 (102 steht noch aus, ist ein Kurs in AKL und kostet ca 5-6 k NZD), und hatte auch schon mehrmals Genehmigungen von DOC erteilt bekommen.
Auftraggeber reichen von Polizei, über District Council zu Privatleuten (meistens Farmer) bis zu TV (Red Bull TV, HGTV)

Er ist mit diversen anderen Piloten und Filmemachern vernetzt und dass sehr haeufig Touristen ihren mitgebrachten kleinen Kopter zücken um alle genannten Regelwerke missachtend aufregend schöne Aufnahmen zu machen ist den NZ drone communities oft ein Dorn im Auge.

Die Leute, die davon ihren Lebensunterhalt bestreiten haben ein Interesse daran das andere auch die Regeln einhalten. Von der Gefahr für z.B. einen nah gelegenen Airport mal abgesehen, die schönen, aber illegal erstellten Videos machen ihre Runde und wecken bei den Auftraggebern auch falsche Erwartungshaltungen, i.S. von: "oh, ich hab was Tolles auf youtube gesehen, können wir das auch machen?"

Und wenn dann die Antwort meines Mannes lautet, nein, nachts im Dunkeln im Stadtgebiet über einer Menge von Menschen fliegen ist absolut NICHT machbar, dann gehen die halt zu jemand anderem der das ohne Genehmigung und vermutlich auch noch billiger macht.

Illegale Aufnahmen sind das Risiko nicht wert wenn man hier lebt und arbeitet und nicht nach ein paar Wochen wieder abrauscht. Ich hab das Thema schon lange nicht mehr verfolgt und bisher fand ich subjektiv die Hemmschwelle für Touristen im Moment nicht besonders auch, sei es aus Unwissenheit (hm, da muss jeder Tourist sich vorab selber bemühen, tatsächlich sind in sehr vielen Ländern die Bestimmungen strenger als so mancher glauben möchte und daher verreisen wir nur ganz selten mit Kopter im Gepäck) oder aus dem allgemeinen Larifari was ja auch für unerlaubtes Camping etc. gilt, i.S. von "Hauptsache nicht erwischen lassen".

Dass es jetzt auch mal Konsequenzen gibt wird hoffentlich das Bewusstsein für den privaten Gebrauch von Multi-Koptern ändern, Ich bin da noch aus Deutschland trainiert den Begriff "Drohne" zu meiden, u.a. wegen des Bezugs zu militärischen Drohnen, ich seh aber ein dass sich im Sprachgebrauch Drohne gegenüber (Multi)Kopter durchgesetzt hat icon_smile.gif

Es gibt auch legale Luftaufnahmen von mir als ich in einer no flight zone surfen war (Genehmigung lag vor, ist ja auch nur ein kurzer Telefonanruf wenn man dementsprechend beim Personal im Airport Tower bekannt ist) - aber die sind halt privat.

Die Situation hier aber auch zur Folge, dass wenn mal mein Mann was in einem Forum geteilt hat immer dabei seine vorliegenden Genehmigungen detailliert erläutern musste, weil sonst viele User die Regelverstöße anzeigen wollten.

Surfaufnahmen gibts auch nur noch im Auftrag der entsprechenden Boardriders Association weil sonst manche Locals mit ihren Hasstiraden kommen: "Keine Geheimnisse an Aussenstehende, UNSER Surfspot für UNSERE Kinder, NIEDER mit den Touristen".
Das sagen manche Locals sowieso immer, aber wenn man offiziell die Boardriders Association hinter sich stehen hat und sich von besagten Kindern geschriebene Dankes-Kärtchen im Postkasten stapeln, dann gehts auch wieder.
Sagen wir mal so, wir hatten auch so unsere Lernkurve hier.

Will damit sagen, manche Aufnahmen sind zwar dem Regelwerk entsprechend total legal aber trotzdem in bestimmten Kreisen kritisch betrachtet/ein no go.

Mein Mann benutzt übrigens DJI Mavic pro, Inspire, Phantom und den S1000.
Eine 102 Lizenz wäre unter anderem notwendig für jegliches Fliegen über dem Stadtgebiet von Queenstown und Wanaka.

Cheers,
Natalie

Verfasst am: 05. 02. 2018 [23:59]
NZHomebrewer
Themenersteller
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 4260
Das thema dronen wird ja immer populärer. Ich habe selbst so ein ding allerdings eine billig ausfuehrung. Kostete so um die $50 Euro und ist eher ein spielzeug. Mehr als 80 meter höhe schafft es nicht und wenn der leiseste lufthauch weht dann blaest es die drone auf’s meer hinaus. Aber es macht spass. Und da ich mich fuer sowas begeistern kann habe ich natuerlich interesse an was es so auf dem markt gibt.

Diesen monat hat DJI die neue Mavic Air herausgebracht. Schon klasse was das alles kann. Vor allem 4 km entfernung und sagenhafte 5000 meter höhe. Irre.

Und dann kommt der Deutsche in mir durch. “Was sind eigentlich so die regeln hier in NZ?” Kann jeder mit so nem ding in 5000 meter rumduesen? Ist ja nicht ungefaehrlich. Ich nehme mal das ergebnis vorweg, ich wuerde mir die Mavic Air hier in NZ nicht mehr kaufen. Warum? Weil du quasi legal in Neuseeland damit nix anfangen kannst. Nun sagen bestimmt viele “Naja, legal…..!”. Leider haeufen sich mittlerweile die probleme mit dronen hier in NZ und auch die verfolgung und verurteilungen zu geldstrafen auch von touristen. (Drone complaints continue to rise in the north, Chilean tourist to fight conviction over drone flying und Homeowner says privacy invaded following unwanted attention from drone
) Das liegt auch daran, dass viele die regeln bewusst brechen und andere in gefahr bringen.

Nun was sind die regeln? Als dronen pilot unterliegt man den gleichen gesetzen wie ein flugzeugpilot. Es gibt die unterregel 101 die das fliegen von unbemannten fluggeraeten reguliert. Zusammengefasst darfst du
- Nicht hoeher als 120 meter fliegen
- Du musst immer sichtkontakt mit der drone haben. Da wird sogar ganz klar definiert dass du brille oder kontaktlinsen tragen darfst aber ein fernglass ist nicht erlaubt.
- Du brauchst die zustimmung von landbesitzern wenn du ueber privates land fliegst.
Department of Conservation (alle nationalparks und die meisten touristisch wertvollen gebiete) erlauben grundsaetzlich keine dronen. Man kann jedoch eine ausnahmegenehmigung beantragen. Diese ist zur zeit identisch mit einer genehmigung wenn du ein flugzeug ueber einen nationalpark fliegen willst. Pro antrag werden $50 gebuehren verlangt, ob genehmigt oder nicht.
- Es gibt gesperrte luftraeume speziell um flughaefen und landebahnen (4 km radius) Auch der luftraum ueber Auckland und anderen staedten ist gesperrt.
- Wer mehr darueber wissen will findet hier das komplette regelwerk. Diese webpage ist auch sehr hilfreich: FAQS ANSWERED FOR TOURISTS BRINGING DRONES TO NEW ZEALAND
Wie gesagt, viele werden sagen “Naja, das sind halt die regeln, aber ….”. Jeder muss halt selbst wissen was er tut. Allerdings habe ich diskussionen in dronen foren gelesen wo leute bewusst z.b. Um den Sky Tower geflogen sind. Bewusst darueber dass sie die regeln ignorieren. Das sind teils hitzige diskussionen mit ueberwiegend verurteilenden meinungen gegenueber den leuten die die regeln misachten. Wenn man in Youtube “Drone Video New Zealand” eingibt findet man tausende videos. Ich wage mal die vermutung das quasi fast alle illegal sind. Auch wenn die meisten sehr beeindruckend sind.

Ich will hier nicht den zeigefinger schwenken aber fuer mich habe ich beschlossen dass eine drone wie die Mavic Air in Neuseeland keinen sinn macht. Oder keinen spass macht.

Ich denke fuer manche touristen sind diese informationen auch hilfreich. Viele reisen mittlerweile mit dronen. Man sollte sich der regeln bewusst sein.

Cheers

Peter

Be Who you are and say what you feel,
because those who mind, don't matter
and those who matter, don't mind.
(Dr. Seuss)